Minhong Gongfu

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Provinz Fujian

Minhong Gongfu (闽红工夫) ist eine Gruppe schwarzer Tees aus Zhenghe, Fuding und Fuan der chinesischen Provinz Fujian und war bereits in der Song-Dynastie bekannt. Minhong Gongfu ist ein Überbegriff für Zheng He Gong Fu, Tan Yang Gong Fu und Bai Lin Gong Fu. Diese schwarzen Tees unterscheiden sich merklich von sonstigem schwarzen Tee, da sie aus Cultivaren der Camellia sinensis var. sinensis und nicht aus denen der Assamica-Varietät hergestellt werden.

Minhong Gongfu zeichnen sich durch ein leichtes und blumiges Aroma aus und die Aufgüsse schimmern kupferrot. Die Blätter sind kompakt und leicht verdreht. Die verschiedenen Varianten von Minhong Gongfu werden jeweils aus unterschiedlichen Teevarietäten hergestellt.

Zheng He Gong Fu (政和工夫)

Für Zhenghe Gongfu wird Zhenge Da Bai verwendet, dasselbe Cultivar wie für Zhenghe Bai Mu Dan. Der Tee zeichnet sich durch eine Vielzahl von Blattknospen aus, die dem Schwarztee ein goldiges Aussehen verleihen. Zheng He Gong Fu ist kräftig und vollmundig. Seinen Namensteil Zheng He hat der Tee vom gleichnamigen Kreis, in dem der Tee produziert wird, während Gong Fu auf die Fertigkeit und das Geschick hinweist, das für die Verarbeitung dieses Tees notwendig ist.

Bai Lin Gong Fu (白琳工夫)

Bailin Gongfu ähnelt sehr dem Zhenghe Gongfu mit dem Unterschied, dass Knospen des Fuding Da Bai anstatt Zhenge Da Bai verwendet werden. Der beste Bai Lin Gong Fu wird in der Region des Bergs Taimu hergestellt wird. Der Namensteil Bai Lin bezieht sich auf das gleichnamige Dorf, um das herum der Tee angebaut wird. Der verarbeitete Tee besitzt ebenfalls den typischen orangeroten Flaum.

Das Aroma ist ein wenig kräftiger und ein bisschen blumiger mit einem Hauch von Karamell.

Tan Yan Gong Fu (坦洋工夫)

Der Namensteil Tan Yang bezieht sich auf das gleichnamige Dorf, um das herum der Tee angebaut wird. Seinen Ursprung hatte der Tee bereits in der Qing-Dynastie.

Xiao Zhong ist das Cultivar, das traditionell für Tan Yang Gong Fu verwendet wird. Neuerdings wird allerdings aus ökonomischen Gründen oft Assam oder ein Hybrid daraus verwendet. Diese Tees sind dann nicht mehr so leicht und blumig, wie die traditionell hergestellten. In der Regel werden für Tan Yan Gong Fu die jungen Knospen verwendet, wodurch der verarbeitete Tee einen gold-orangenen Flaum erhält. Der Aufguss ist hellrot und schmeckt ähnlich dem Keemun, allerdings mit orchideenhaften Untertönen.