Yum Cha

Aus Teapedia
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Dim Sum wird serviert, Hong Kong
Essbesteck für das Yum Cha
Zur Ehrerweisung wird mit den Fingern auf den Tisch getippt.


Yum Cha auch als Ban Ming bekannt, ist ein chinesisches Teeritual, welches das Teetrinken und den Verzehr von Dim Sum beinhaltet. Yum Cha bedeutet in Kantonesisch wörtlich „Tee trinken“, während Ban Ming „Verkostung von Tee“ bedeutet. Ausserhalb von China, wird oft der Ausdruck Dim Sum für das ganze Teeritual an Stelle von Yum Cha verwendet.

Dim Sum

Ähnlich wie beim englischen Teeritual sind beim Yum Cha die Snacks, die zum Tee gereicht werden genauso wichtig, wie der Tee selbst. Diese Lebensmittel werden zusammenfassend als „Dim Sum“ bezeichnet. Das vielfältige Angebot an kleinen Speisen kann durchaus Frühstück, Mittagessen oder das Abendessen ersetzen. Die Gerichte werden in der Regel gedämpft oder gebraten und können herzhaft oder süss sein. Dazu gehören gedämpfte Brötchen, Teigtaschen und verschiedene Rollen (z.B. Frühlingsrollen). Als Zutaten wird verwendet, was die chinesische Küche hergibt, unter anderem Ei, Rindfleisch, Hühnchen, Schweinefleisch, Garnelen und Tofu. Typische Süssspeisen sind Eiertorte, Tapioka- und Mangopudding. Viele Yum Cha-Restaurants bieten auch Platten mit gedämpftem Gemüse und Braten sowie Reisbrei und Suppen an.

Dim Sum sind in der Regel kleine Häppchen, von denen zwei bis drei Stück in einem Bambuskorb serviert werden. Es ist üblich, die Speisen in die Mitte des Tisches zu stellen und sie zu teilen. Auf diese Art können viele unterschiedliche Speisen probiert werden.

Ettiquette

Machmal tippen Gäste mit zwei Fingern auf den Tisch, wenn Tee nachgeschenkt wurde. Dies ist ein Zeichen von Respekt gegenüber der Person, die eingeschenkt hat. Dieser Brauch soll der Legende nach auf den Kaiser Qianlong zurückgehen. Dieser besuchte incognito mit seinen Begleitern ein Teehaus. Als der Kaiser an der Reihe war, Tee einzuschenken, wussten seine Begleiter nicht, wie sie sich für diese Ehre bedanken sollen, ohne die Indentität des Kaisers zu entüllen. Schliesslich tippte einer der Begleiter mit drei Fingern auf den Tisch (ein Finger symbolisiert den gesenkten Kopf und die beiden anderen symbolisieren die ausgestreckten Arme). Der kluge Kaiser verstand und ein neuer Brauch war entstanden.