Anistee

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Anis (Pimpinella anisum)
Sternanis (Illicium verum)

Anistee ist in der Volksmedizin für seine positiven Wirkungen schon seit Jahrhunderten bekannt. Ursprünglich war Anis (Pimpinella anisum) nur in Asien und den Mittelmeerländern verbreitet. Heutzutage wird er aber auch in Nordeuropa angepflanzt. Anis wird hier jedoch zunehmend vom ertragreicheren Sternanis (Illicium verum) aus China verdrängt. Obwohl Sternanis eine ähnlichen Zusammensetzung der ätherischen Öle und einen ähnlichen Geschmack aufweist, ist er nicht näher mit dem echten Anis verwandt und sieht auch völlig anders aus. Anis gehört wie Dill, Fenchel, Kümmel, Kreuzkümmel und Korriander zur Pflanzenfamilie der Doldenblütler. Der sehr starke und süssliche Duft ist auf das Anethol zurückzuführen.

Anwendung

Anistee hilft Koliken bei Neugeborenen zu lindern. Anistee ist auch ein effektives Behandlungsmittel bei allgemeinen Magenbeschwerden, Übelkeit und bei Blähungen. Er soll auch unterstützend wirken bei der Bildung von Muttermilch. Wegen des angenehmen Geschmacks wird Anis aus in vielen Teemischungen verwendet. Er wird aber auch bei Brot und Backwaren verwendet und Spirituosen wie Absinth, Ouzo, Sambuca, Pastis und Rakı beigemischt.

Zubereitung

Für eine Tasse Anistee reichen zwei Teelöffel gemahlene Anissamen, welche mit heissem Wasser aufgegossen werden. Den Aufguss für etwa 10 – 15 Minuten stehen lassen und dann in kleinen Schlucken trinken.