Ginsengtee

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Roter Ginseng
Ginsengwurzeln
Eingelegter Ginseng

Ginsengtee sowie Ginsengpräparate werden in der Regel aus der Wurzel der Ginsengpflanze (Panax ginseng) hergestellt. Diese kommt hauptsächlich in Gebirgs- und Waldregionen im nördlichen Korea, im nordöstlichen China und im südöstlichen Sibirien vor. Der Ginseng wird schon seit Jahrtausenden in der traditionellen chinesischen als auch koreanischen Medizin als Heilmittel verwendet. In Europa wurde Ginseng erst im 17. Jahrhundert als Allheilmittel und Sinnbild für ein langes Leben bekannt, ist aber erst seit dem 20. Jahrhundert eine von der Schulmedizin anerkannte Heilpflanze. Die Medizin unterscheidet zwischen weissem Ginseng und rotem Ginseng. Die beste Erntezeit für die Ginsengwurzel ist Mitte August bis September. Als Medizin werden nur die Wurzeln der 4 bis 7 Jahre alten Pflanzen verwendet.

Häufig werden Ginsengextrakte zur Zubereitung von Ginsengtee in Form von Instantpulvern, Pillen oder Tinkturen angeboten. Oft enthalten die verkauften Präparate nur geringe Mengen Ginseng. Es empfiehlt sich deshalb, Tee aus ganzen Wurzelteilen selber herzustellen. Die dem Ginseng zugeschriebene gesundheitliche Bedeutung beruht unter anderem auf den enthaltenen Saponinen. Ginsengtee hat eine erfrischende Note und ist reich an Vitaminen und Folsäure.

Zubereitung

Die Ginsengwurzel wird ähnlich wie Ingwer klein geschnitten und mit heissem Wasser aufgegossen. Er kann auch mit Honig oder Zucker gesüsst werden. Im Handel sind auch Teemischungen und inzwischen sogar Kaffee mit Ginseng erhältlich.

Anwendung

Ginsengtee wirkt stärkend und kräftigend und wird bei Müdigkeit, Leistungs- und Konzentrationsschwäche empfohlen. Ginsengtee stärkt das Immunsystem und soll angeblich aphrodisierend wirken. Er wird auch gerne bei Depressionen und Stress eingesetzt. Da Ginseng die Blutgerinnung verzögert, sollte er nicht vor Operationen getrunken werden. Es wird empfohlen, den Tee nicht am Abend zu konsumieren, da Schlafstörungen auftreten könnten.