Lapacho Tee

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Lapacho Baum

Lapacho-Tee wird aus der Innenrinde des Lapachobaumes (Handroanthus) gewonnen, welche schnell wieder nachwächst, so dass keine langfristigen Schäden entstehen. Der Lapachobaum wird wegen seiner vielseitigem Heilwirkungen auch „Baum des Lebens“ genannt. Lapachobäume können bis zu 35 Meter hoch werden und ein Alter von 700 Jahren erreichen. Sie sind laubabwerfend und tragen während der Blütezeit zahlreiche gelbe, weisse oder rosarote Blüten. Der Lapachobaum kommt in den südamerikanischen Regenwäldern häufig vor. Der Geschmack des Tees ähnelt dem des Rotbuschtees; erdig mit einer leicht süsslichen Vanille Note.

Wirkung

Die Extrakte der Rinde nutzten bereits die Inkas und später auch die Indianer der Anden. In Nordamerika wurde Lapacho-Tee in letzter Zeit zu einem Modeheilmittel. In Europa hingegen ist Lapacho-Tee als Heilmittel noch eher unbekannt. Die wirksamen Substanzen im Lapacho-Tee ist vor allem die antibiotische Naphthochinonverbindung Lapachol bzw. Lapachon, welche einen tonisierenden Effekt besitzt und die Verdauung anregt. Die vermutete Wirksamkeit gegen Krebs indes ist sehr umstritten, denn die Innenrinde des Lapachobaums enthält zwar Wirkstoffe, die gegen Krebs helfen können, aber der Tee müsste so stark dosiert werden, dass die Nebenwirkungen überwiegen würden. Lapacho-Tee unterstützt jedoch das Immunsystem und wirkt antibakteriell. Seine gesundheitsfördernden Bestandteile empfehlen ihn als Entzündungshemmer und Blutdrucksenker. Ausserdem wirkt er harn- und schweisstreibend.

Zubereitung

Für Lapacho-Tee empfiehlt sich, zwei Teelöffel Rinde mit einem Liter Wasser aufzubrühen und mindestens 15 Minuten ziehen zu lassen. Stärker konzentriert kann mit der selben Methode auch eine Tinktur hergestellt werden. Man sollte Lapacho-Tee nicht länger als sechs Wochen am Stück trinken.