Türkischer Tee

Aus Teapedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Türkischer Tee serviert im Glas
Çaydanlık

Türkischer Tee wird wie im ganzen Orient auch çay (sprich: Chai) genannt. Tee ist ein wichtiger Teil der türkischen Kultur. Gäste werden mit Tee empfangen und auch ausserhalb des Hauses wird Tee oft konsumiert. Trotz seiner Verbreitung wurde Tee erst im 20. Jahrhundert populär. Vorher war Kaffee das Getränk der Wahl. Infolge des 1. Weltkriegs war Kaffee aber nur noch schwer erhältlich und teuer. Deshalb ermutigte Atatürk seine Landsleute, Tee zu trinken, da dieser lokal produziert wurde.

Im Jahr 2004 produzierte die Türkei 205.500 Tonnen Tee (dies entspricht 6,4% der weltweiten Teeproduktion) und ist somit einer der grössten Produzenten weltweit. Darüber hinaus hatte die Türkei im selben Jahr mit 2,5 kg Tee den höchsten Pro-Kopf Verbrauch der Welt gefolgt vom Vereinigten Königreich mit 2,1 kg pro Person.

Zubereitung

Türkischer Tee wird mit schwarzem Tee und ohne Milch zubereitet. Er wird in der Regel unter Verwendung von zwei gestapelten Teekannen, genannt çaydanlık zubereitet. Wasser wird in der unteren Kanne zum Kochen gebracht, um damit den Tee in der oberen Kanne aufzugiessen. Der Aufguss wird dabei stark konzentriert und erst später je nach Geschmack verdünnt. Je nach Verdünnung wird unterschieden zwischen stark (türkisch: koyu, wörtlich „dunkel“) oder schwach (türkisch: açık, wörtlich „klar“). Tee wird aus kleinen Gläsern getrunken, um die Farbe begutachten zu können. Je nach persönlicher Vorliebe kann mit Zucker gesüsst werden.

Siehe auch